Pickleball: Der neue Trendsport erobert die Schweiz

Pickleball: Der neue Trendsport erobert die Schweiz

Pickleball ist eine Rückschlagsportart auf einem verkleinerten Feld, bei der Spielerinnen und Spieler mit festen Paddeln einen perforierten Kunststoffball über ein tiefes Netz schlagen – eine Mischung aus Tennis, Badminton und Tischtennis, die 1965 in den USA erfunden wurde. Was lange als Freizeitspass für den Garten galt, hat sich in der Schweiz innert weniger Jahre zu einem echten Trendsport entwickelt, der ganze Tennisclubs umkrempelt und neue Hallen füllt.

Was ist Pickleball eigentlich?

Gespielt wird auf einem Feld, das etwa ein Viertel eines Tennisplatzes misst, meist im Doppel auf zwei gegenüberliegenden Seiten. Der Ball ähnelt einem Wiffle-Ball mit Löchern, das Paddel ist starr wie ein vergrössertes Tischtennisschläger-Modell. Diese Kombination aus kurzen Wegen und leichtem Ball macht die Sportart zugänglich: Anfängerfehler verzeihen sich fast von selbst, während erfahrene Spielerinnen und Spieler mit Finesse und taktischen Winkeln punkten. Wer schon einmal Tennis oder Badminton gespielt hat, findet sich innert Minuten zurecht, und auch komplette Neulinge verstehen die Grundregeln nach einer kurzen Einführung. Dieser niedrige Einstieg dürfte der Hauptgrund sein, weshalb der Sport in der Schweiz gerade so schnell wächst: Laut dem Pickleball-Verband existierten hierzulande 2023 gerade einmal zwei organisierte Vereine, 2026 sind es bereits 16 – Tendenz weiter steigend.

Pickleball in der Schweiz1BoomVereine seit 2023Von 2 auf 16 Vereinein nur drei Jahren Wachstum2NeubauMOVECITY 2026Grösste Trendsporthalleder Schweiz mit Pickleball-Arena3EinstiegRegeln in MinutenLeicht erlernbar fürJung und Alt gleichermassen4AusgleichBewegung und KontaktGelenkschonend, sozialund ideal gegen Alltagsstressseite3.ch

Warum boomt Pickleball gerade in der Schweiz?

Zwischen Zürich, Bern und dem Tessin schiessen neue Courts aus dem Boden. Tennisclubs markieren zusätzliche Linien auf bestehenden Plätzen, Sporthallen bauen mobile Netze auf, und in mehreren Städten haben sich sogenannte Pop-up-Courts etabliert, die für ein paar Wochen auf öffentlichen Plätzen stehen. Im Spätsommer folgt ein weiterer Meilenstein: Wie das Wirtschaftsportal business24.ch berichtete, eröffnet am 26. August 2026 in Affoltern am Albis mit der Multisporthalle MOVECITY die schweizweit grösste Anlage für Trendsportarten, mit einer eigenen Pickleball-Arena als Herzstück. Parallel dazu wächst eine aktive Community. Vereine organisieren Turniere, Social-Play-Abende und Schnupperstunden, bei denen sich Neulinge unverbindlich ausprobieren können. Wer nach einer Möglichkeit sucht, mit wenig Aufwand aktiv zu werden und nebenbei den Kopf freizubekommen, findet in Pickleball eine unkomplizierte Antwort: Bewegung an der frischen Luft zählt zu den einfachen Wegen, um Stress abzubauen, wie Fachleute regelmässig betonen. Ganz ohne Wachstumsschmerzen verläuft der Boom allerdings nicht: Feste, permanent markierte Plätze sind in vielen Regionen noch Mangelware, weshalb Verbände und Crowdfunding-Initiativen gezielt in neue Courts investieren. Damit reiht sich Pickleball neben Sportarten wie Bouldern in die wachsende Riege alternativer Trendsportarten der Schweiz ein.

Ausrüstung, Einstieg und die ersten Spieltipps

Für den Anfang braucht es kein teures Equipment. Ein einfaches Paddel, ein Ball und flache Hallenschuhe reichen aus, um die ersten Ballwechsel zu überstehen – viele Vereine verleihen Ausrüstung sogar kostenlos an Schnupperspielerinnen und -spieler. Wichtiger als das Material ist das Verständnis der sogenannten Kitchen, jener Zone direkt am Netz, in der Volleys verboten sind und die das Spiel taktisch spannend macht. Über eine offene Trainingsstunde bei einem lokalen Verein gelingt der Einstieg meist am leichtesten, weil dort Regeln, Zählweise und Etikette in wenigen Minuten erklärt werden.

  • Ein Paddel und ein perforierter Ball für den ersten Test
  • Rutschfeste Hallen- oder Sportplatzschuhe mit gutem Halt
  • Bequeme, atmungsaktive Kleidung für schnelle Richtungswechsel
  • Sonnenschutz und Trinkflasche bei Outdoor-Courts im Sommer

Im Doppel spielt sich Pickleball besonders gerne, weil es die soziale Komponente stärkt und selbst bei grossem Leistungsunterschied für ausgeglichene, kurzweilige Partien sorgt. Nach einem schweisstreibenden Match freuen sich viele über eine bewusste Erholungsphase: Ein Saunagang oder ein Bad in einer der zahlreichen Schweizer Wellness-Oasen hilft Muskeln und Kopf gleichermassen, sich zu regenerieren. Wer ambitionierter unterwegs ist, findet über die Verbandsseiten Turnierkalender, Ranglisten und Trainingsgruppen für unterschiedliche Spielstärken.

Häufige Fragen

Ist Pickleball schwer zu lernen?

Nein, die Grundregeln lassen sich innerhalb einer halben Stunde vermitteln. Der leichte Ball fliegt langsamer als ein Tennisball, wodurch Anfängerinnen und Anfänger mehr Zeit für die Reaktion haben und schnell erste Ballwechsel gewinnen.

Was kostet die Ausrüstung für den Einstieg?

Ein einsteigertaugliches Paddel ist bereits für einen zweistelligen Frankenbetrag erhältlich, viele Vereine stellen Leihmaterial für Schnupperstunden zur Verfügung. Wer regelmässig spielt, investiert später oft in ein leichteres Carbon-Paddel.

Wo lässt sich in der Schweiz Pickleball spielen?

Mittlerweile bieten zahlreiche Tennisclubs zusätzliche Linien an, dazu kommen Sporthallen, Pop-up-Courts in Städten sowie neue Multisportanlagen wie die MOVECITY in Affoltern am Albis. Eine aktuelle Übersicht liefert der landesweite Vereinsverband.

Ist Pickleball auch für ältere Menschen geeignet?

Ja, die kurzen Laufwege und das geringere Tempo im Vergleich zu Tennis machen den Sport besonders gelenkschonend. Das macht ihn in Seniorengruppen ebenso beliebt wie bei jungen Erwachsenen.

Braucht es zwingend einen Verein, um einzusteigen?

Nein, viele Städte bieten öffentlich zugängliche Pop-up-Courts an. Ein Verein lohnt sich aber, sobald regelmässiges Training, Turniere oder der Austausch mit anderen Spielerinnen und Spielern im Vordergrund stehen.

Wie geht es weiter mit Pickleball in der Schweiz?

Pickleball hat sich vom belächelten Feriensport zu einer festen Grösse in der Schweizer Freizeitlandschaft entwickelt. Die Zahlen zeigen das Tempo: Aus zwei Vereinen wurden innert drei Jahren 16, aus einzelnen Hobbycourts entstehen ganze Multisporthallen wie die MOVECITY in Affoltern am Albis. Der niedrige Einstieg spricht Anfängerinnen und Anfänger an, der soziale Charakter bindet Vereinsmitglieder, und die gelenkschonende Bewegung macht den Sport für Teenager wie für Grosseltern gleichermassen interessant. Wer neugierig geworden ist, muss nicht lange warten: Eine Schnupperstunde beim nächsten Verein oder ein Besuch auf einem Pop-up-Court reicht, um selbst zu erleben, was den Trendsport ausmacht. Mit neuen Hallen und wachsender Verbandsarbeit im Rücken wird sich zeigen, wie viele Vereine bis 2027 dazukommen.

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