Plagiate sind in der akademischen Welt ein ernstes Problem, das sogar dazu führen kann, dass Abschlussarbeiten aberkannt werden und der persönliche Ruf dauerhaft Schaden nimmt. Daher ist es wichtig, mögliche akademische Fehltritte so gut es geht zu vermeiden. Wie das gelingt, ist Gegenstand dieses Artikels.
Plagiate umfassen eine grosse Bandbreite an Verstössen
Den meisten Studenten in der Schweiz ist gar nicht bewusst, was alles als Plagiat gilt. Entgegen der weitläufigen Meinung geht es nämlich nicht nur um direkte Textübernahmen. Zugegebenermassen sind solche Verletzungen äusserst problematisch, da sie gegen das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte verstossen können. Die Wiedergabe von fremden Inhalten in eigenen Worten, ohne Angabe einer Quelle sowie die Übernahme von Konzepten, Modellen oder Hypothesen sind ebenfalls problematisch. Nicht zuletzt gilt es auch Bild-, Video- und ähnliche Medien urheberrechtlich korrekt zu behandeln. Entsprechende Elemente dürfen nur dann in einem wissenschaftlichen Kontext genutzt werden, wenn eine klare Quellenangabe erfolgt und gegebenenfalls eine Nutzungserlaubnis vorliegt.
Plagiatssoftware kann mögliche Verletzungen identifizieren
Wenn die Arbeit fertig ist, möchten wir in der Regel nicht penibel jeden einzelnen Satz durchgehen, um vielleicht doch noch ein mögliches Plagiat zu identifizieren. Allerdings ist es wichtig, die Wahrscheinlichkeit eines akademischen Fehltritts zu minimieren. Genau deswegen gibt es Algorithmen wie den der Plagiatsprüfung von BachelorPrint. Das Prüfverfahren gleicht Milliarden von Quellen im World Wide Web ab und erkennt dadurch potenzielle Übereinstimmungen. Die eigene Arbeit wird dabei nicht in einer Datenbank abgespeichert, sondern direkt nach der Prüfung unwiderruflich gelöscht.
Sorgfältige Recherchearbeit beugt den meisten Plagiaten vor
Durch eine solide Vorbereitung reduzieren wir das Risiko eines Plagiats deutlich. Dazu gehört zum einen, dass wir unsere Quellen von Anfang an dokumentieren, zum anderen sollten wir uns ausschliesslich an vertrauenswürdige Quellen halten. Was ebenfalls hilft, ist die Nutzung von speziellen Tools für die Literaturverwaltung. Sie helfen uns, Quellen systematisch zu erfassen und einheitliche Verzeichnisse zu erstellen.
Zitierregeln dürfen nicht willkürlich ausgelegt werden
Es gibt international anerkannte Zitierregeln, die wissenschaftliche Transparenz gewährleisten. Diese Regeln sind sehr streng, weswegen bereits kleine Verstösse schwere Folgen haben können. Trotzdem passiert es immer wieder, dass Zitierregeln flexibel ausgelegt werden. Bei informellen Quellen wie Zitate über Sportereignisse ist das prinzipiell möglich. Im akademischen Kontext gilt hingegen ein hoher Standard. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, zitiert nach anerkannten Standards wie den Richtlinien der APA (American Psychological Association). Sie werden auch in der Schweiz voll anerkannt, wobei im Endeffekt der Dozent selbst entscheidet, welcher Zitierstil verbindlich angewendet werden soll.
Professionelles Feedback reduziert die Wahrscheinlichkeit von groben Fehlern
Haben wir eine akademische Arbeit bereits abgegeben, gibt es kein Zurück mehr. Daher sollten wir vor der Abgabe einige Personen darum bitten, unsere Arbeit kritisch zu lesen. Diese Personen sollten im besten Fall einen höheren akademischen Grad haben als wir selbst, da professionelles Feedback uns auf mögliche Schwächen hinweist. Zumindest grobe Fehler wird ein erfahrener Akademiker sehr wahrscheinlich erkennen, was auch dabei hilft, Plagiate zu vermeiden. Uns sollte lediglich bewusst sein, dass fachliche Expertise nicht gleichbedeutend mit einer umfassenden Plagiatsprüfung ist. Manchmal gibt es Fälle, in denen selbst Professoren ein schweres Plagiat übersehen.

