Trailrunning Schweiz: Der Trendsport für den Herbst

Trailrunning Schweiz: Der Trendsport für den Herbst

Trailrunning ist ein Laufsport, der auf unbefestigten Wegen, Wald- und Bergpfaden stattfindet, oft mit spürbaren Höhenunterschieden und wechselndem Untergrund. In der Schweiz hat sich die Disziplin dank des dichten Wander- und Bergwegnetzes vom Nischensport zu einer der am stärksten wachsenden Ausdauersportarten entwickelt, wobei der Herbst als besonders geeignete Jahreszeit dafür gilt.

Was ist Trailrunning und welche Ausrüstung braucht es?

Anders als beim klassischen Strassenlauf reichen beim Trailrunning gute Schuhe allein nicht aus. Wurzeln, Steine und wechselnde Steigungen verlangen Gleichgewicht, Rumpfkraft und eine vorausschauende Lauftechnik, weil sich der Untergrund von einem Schritt zum nächsten ändern kann. Griffige Laufschuhe mit stabilerem Profil gehören ebenso zur Grundausstattung wie atmungsaktive Kleidung im Zwiebellook und ein kleiner Rucksack für Wasser, Riegel und eine Notfalljacke. Der Schweizerische Leichtathletikverband Swiss Athletics registrierte 2026 rund 18 Prozent mehr Anmeldungen für Trailrunning-Rennen als im Vorjahr; klassische Strassenläufe legten im selben Zeitraum kaum noch zu. Einsteigerinnen und Einsteiger sollten deshalb nicht sofort auf lange Distanzen setzen, sondern mit kürzeren, flacheren Routen beginnen und Tempo sowie Distanz erst nach und nach steigern, damit sich Gelenke und Sehnen an den unebenen Untergrund gewöhnen.

Trailrunning Schweiz im Überblick1DefinitionLaufen auf NaturpfadenLaufen auf Wurzeln, Wegen und Geröllmit wechselndem Höhenprofil2TrendWachstum seit 2026Swiss Athletics zählt mehr Anmeldungenfür Trailrunning als für Strassenläufe3Beste SaisonSeptember und OktoberKlare Sicht, milde 8 bis 16 Gradund farbige Wälder im Bergland4EinstiegKurz und moderat starten5 bis 8 Kilometer mit wenig Höheals idealer Start für Neulingeseite3.ch

Warum gilt der Herbst als beste Saison fürs Trailrunning?

Im Herbst zeigen sich die Schweizer Berglandschaften von einer besonders eindrücklichen Seite: klare Sicht, farbige Wälder und Temperaturen zwischen 8 und 16 Grad, die den Kreislauf weniger belasten als sommerliche Hitze. Auch das Wildtier- und Vegetationsbild verändert sich in dieser Zeit spürbar, und manche Routen wirken durch das bunte Laub fast wie neu. Laut Schätzungen des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) aus dem Jahr 2024 sind hierzulande bereits deutlich über 100000 Menschen regelmässig als Traillauf-Sportlerinnen und -Sportler in den Bergen unterwegs, mit einem klaren Nutzungshöhepunkt zwischen September und Oktober. Weil die Tage kürzer werden, lohnt es sich, die Routenwahl anzupassen und rechtzeitig vor der Dämmerung zu starten.

Praxis-Tipps für Einsteigerinnen und Einsteiger

Für den Einstieg genügt zunächst eine Strecke von fünf bis acht Kilometern mit moderatem Höhenprofil, etwa auf gut markierten Wanderwegen in Mittelgebirgslage. Stöcke helfen bei steilen Passagen, die Beine zu entlasten, eine Stirnlampe sollte wegen der kürzeren Herbsttage im Rucksack nicht fehlen. Wer regelmässig läuft, profitiert dabei auch abseits der Kondition: Bewegung in der Natur zählt zu den wirksamsten Methoden, um Stress abzubauen und den Kopf nach einem anstrengenden Arbeitstag wieder frei zu bekommen. Da Bergwege im Herbst rascher auskühlen und morgens feucht oder rutschig sein können, ist festes, griffiges Schuhwerk besonders wichtig. Sinnvoll ist zudem ein Blick auf Wetterumschwünge, Wildruhezonen und, gerade auf Wegen durch Unterholz, auf ausreichenden Zeckenschutz, da Zecken bis in den späten Herbst hinein aktiv sein können.

  • Mit kurzen, flachen Routen beginnen und Distanz erst langsam steigern.
  • Stirnlampe, ein kleines Erste-Hilfe-Set und ein geladenes Handy mitführen.
  • Route und geplante Rückkehrzeit vorab einer Vertrauensperson mitteilen.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen zum Trailrunning in der Schweiz im Überblick.

Welche Ausrüstung braucht es für den Einstieg?

Neben stabilen Trailrunning-Schuhen mit gutem Profil empfiehlt sich atmungsaktive Kleidung im Zwiebellook, ein kleiner Rucksack für Wasser und Verpflegung sowie bei kürzeren Tagen eine Stirnlampe.

Ist Trailrunning auch für Laufanfängerinnen und -anfänger geeignet?

Ja, sofern das Tempo gedrosselt und die Distanz langsam gesteigert wird. Wichtiger als Schnelligkeit sind Trittsicherheit und ein gutes Gespür für den eigenen Puls am Berg.

Welche Regionen in der Schweiz eignen sich besonders gut?

Beliebt sind unter anderem das Berner Oberland, das Engadin und die Voralpen rund um den Vierwaldstättersee, weil sie gut markierte Wege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bieten.

Worauf sollte man im Herbst besonders achten?

Wegen der kürzeren Tage lohnt sich ein früher Start. Zudem kühlen Bergwege rascher aus und können morgens noch feucht oder rutschig sein, weshalb festes Schuhwerk besonders wichtig ist.

Gut vorbereitet in die Trailrunning-Saison

Trailrunning verbindet Ausdauertraining mit einem intensiven Naturerlebnis und hat sich in der Schweiz vom Geheimtipp zu einem festen Bestandteil der Laufszene entwickelt. Die Herbstmonate bieten dafür mit klarer Sicht, angenehmen Temperaturen und farbenprächtigen Wäldern besonders gute Bedingungen, sowohl für Einsteigerinnen und Einsteiger als auch für erfahrene Läuferinnen und Läufer. Wer die Ausrüstung an Wetter und Tageslicht anpasst, das Tempo an die eigene Kondition und die Route an die verbleibende Helligkeit, kann die kommenden Wochen nutzen, um die Fitness auf unebenem Terrain gezielt aufzubauen, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen.

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